Themengallerie


Mein Artikel im 50+ Life Magazin Ausgabe 01/2021 über propriozeptives Training.

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Stürze vermeiden durch propriozeptives Training
Propriozeption, der sogenannte sechste Sinn des Menschen
50+Life Ausgabe 01/2021
2021_01_Propriozeptives Training.pdf
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Mein Artikel im Live Region-Magazin, Winterausgabe 2020, zum Thema "Tiergestützte Interventionen bei der Behandlung von Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen"

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Tier tut gut - Tiergestützte Interventionen
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Mein Artikel zu den 2. Regionsmeisterschaften Dressur des PSV Südniedersachsen 2020 im "DER KLEINE GEORG" Oktoberausgabe



Depressionen im Reitsport - Wenn die Seele blutet

 

Reiter sind gesund und fit – sie verletzen sich höchstens einmal bei einem Sturz oder im Umgang mit dem Pferd. So ist die weitgehende Meinung von Außenstehenden, wenn sie fröhliche Reiter bei einem Ausritt antreffen oder stolze Turnierfotos mit bunten Schleifen in den Social-Media-Kanälen gepostet werden. Innerhalb der (Reit-)sportszene weiß man aber durchaus, dass es neben Prellungen und Knochenbrüchen auch noch wesentlich andere verletzbare Stellen gibt: die Psyche.

 Aus einer großen bundesweiten Studie ist bekannt, dass fast die Hälfte (43%) der Deutschen mindestens einmal im Laufe ihres Lebens an eine psychische Erkrankung erleiden. Auch Sportler sind hiervon nicht ausgeschlossen. Es ist wichtig, dass die Erkrankung adäquat diagnostiziert und behandelt wird. Sport ist Bewegung und Bewegung hilft bei psychischen Erkrankungen – aber schützt Bewegung auch vor einer Depression?

Eine Depression tritt meist unerwartet und spontan auf. Ihr Auftreten hängt oft mit Stressoren zusammen wie Konflikte in Beruf und Familie, Schlafmangel, aber auch Leistungsdruck und übertriebener Ehrgeiz – um nur einige Beispiele anzuführen.

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Artikel: Depressionen im Reitsport
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Headshaking- Wenn der Traum vom Reitsport zum Abtraum wird

 

Selten bereitet heutzutage eine Erkrankung des Pferdes so viele Schwierigkeiten und Kosten hinsichtlich Diagnose und Behandlung, wie das Headshaking. Die betroffenen Pferdebesitzer stehen dem Problem oftmals hilflos gegenüber. Der englische Begriff "Headshaking" (Kopfschütteln) ist ein Sympomkomplex, was bei Pferden immer mehr vorkommt. Wildes Kopfschlagen, Zucken oder Nase reiben, charakterisieren das Syndrom. Bei vielen Pferden führt es sogar zur Unreitbarkeit. Gleichzeitig gibt es immer mehr neue Erkenntnisse, die Aufschlüsse über Ursachen, Diagnosen und neuen Therapiemöglichkeiten geben. In Gesprächen mit Tierärzten der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Therapeuten und Pferdebesitzern habe ich mich mit diesem Thema befasst und einem Artikel niedergeschrieben. Seit gespannt.

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Artikel: Headshaking - therapierbar statt unreitbar?
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Erste Regionsmeisterschaften im Drei- und Vierkampf 2019

Laufen, Schwimmen, Dressur- und Springreiten - bei den ersten Regionsmeisterschaften des Pferdesportverbandes Südniedersachsen mussten die Teilnehmer ihre Vielseitigkeit beweisen.

Diese Kombiwettbewerbe machen nicht nur Spaß, sondern fördern auch den Teamgeist. 

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Erste Regionsmeisterschaft im Drei- und Vierkampf
Reitsportmagazin Dezember 2019
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Der gläserne Reiter in der Social Media

Immer mehr Reiter und Pferdefreunde entdecken das Bloggen für sich und lassen die Öffentlichkeit an ihrem Stallalltag teilhaben. Welche Vorteile und welche Risiken das Bloggen auf Instagram und Co. mit sich bringt, verraten sechs Bloggerinnen aus Niedersachsen.

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Artikel: Der gläserne Reiter
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Größenverhältnis Reiter/Pferd - Es kommt nicht auf die Größe an

Was ist die ideale Größe des Reiters, was darf ein Reiter wiegen, wenn er in den Sattel steigt udn wann ist das Gesamtbild des Pferd-Reiter-Paares gestört? Fragestellungen, denen zusammen mit den Experten Ralf Döringshoff, Andre Hecker und Jochen Künneke auf den Grund gegangen wurde.

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Es kommt nicht auf die Größe an
Reitsportmagazin September 2018
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Es kommt nicht auf die Größe an 2
Reitsportmagazin September 2018
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Erwachsene Ponyreiter -ein neuer Trend?!

Auf Turnieren und Wettbewerben merkt man es verstärkt, wenn am Ende einer Prüfung noch viele Ponys an den Start gehen. Dabei sind es mittlerweile zahlreiche Ponys, die nicht mehr von Kindern, sondern von erwachsenen Frauen geritten werden.

Dass Ponyrassen wie Isländer, Haflinger und Co. von Erwachsenen geritten werden, ist ja lange bekannt.

Nun setzt sich aber dieser Trend auch bei den Reitponys druch - und zwar auch im Turniersport.

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Artikel: Erwachsene Ponyreiter
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Bodenarbeitstraining bei Dr. Vivian Gabor in Einbeck/Greene (15.02.2018)

Dr. Vivian Gabor gibt Corinna Engelke und New Forest Stute Vicci in einem Probetraining Einblicke in ihre Arbeit.

 

Vivian hatte ich bereits persönlich im Dezember 2017 durch ihre Demoveranstaltungen im Equimondi-Ring anlässlich der Pferd & Jagd in Hannover kennen lernen dürfen. Zuvor hatte ich ihr Buch „Mensch und Pferd auf Augenhöhe – Pferdegerecht kommunizieren“ gelesen und eine Rezension hierzu geschrieben (siehe Link unten).

Ich war völlig fasziniert von dem Buch, weil es mir so viele wichtige Aspekte vermittelt hat, die meines Erachtens sehr wichtig für den täglichen Umgang mit Pferden sind. So wird z. B. häufig gesagt „der will mich heute wieder austricksen“ oder „der testet gerne“. Jeder hat bestimmt schon einmal solche Aussagen gehört. In einigen Fällen unterstellt der Mensch dem Pferd Hinterlist oder Heimtücke – dies sind allerdings rein menschliche Eigenschaften. Ein Pferd beurteilt jedoch immer die aktuelle Situation und reagiert entsprechend, aber nicht aus Böswilligkeit. Dieses Buch hat es geschafft, dass ich danach mit einem ganz anderen Blick in den Stall gegangen bin und meine komplette Haltung meinen Pferden gegenüber reflektiert und hinterfragt habe. Bodenarbeit, Horseman- bzw. Leadership, Gelassenheitstraining etc. habe ich bereits seit vielen Jahren als optimale Trainingsergänzung in mein „normales“ Dressurtraining integriert. Ich bin in der Turniersaison regelmäßig auf Dressurturnieren im A-/L-Bereich unterwegs und blicke jedoch immer mal wieder über den Tellerrand, um meinen Pferden Alternativen zu bieten, wie z. B. Gelassenheitsprüfungen (GHPs) oder sogar Working-Equitation-Wettbewerbe.

Zum Pferd Vicci 

Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, dass ich diesem Trainererfahrungsbericht über ein Bodenarbeitstraining bei Dr. Vivian Gabor schreiben zu dürfen. Ich habe mich bei der Auswahl des Trainingspferdes gezielt für meine knapp 3jährige New-Forest-Pony-Stute „Vivid Victress“ (genannt Vicci) entschieden. Sie kam knapp 2jährig zu uns und kannte nicht viel, da sie bei Ihrer Züchterin in einer großen und freien Herde gelebt hatte. Hufe geben war anfangs nahezu eine Katastrophe: Einmal hat sie mich fast am Kopf erwischt. Beim Führen am Halfter hat sie gern mit Gegendruck reagiert und ist im Zweifel auch mal gestiegen. Wir haben daraufhin täglich mit ihr das Hufe geben geübt und das übliche Training, was man mit einem noch sehr jungen Pony machen kann, durchgezogen. Dabei zeigte Vicci jedoch immer wieder ein sehr dominantes Verhalten – auch in der Herde ist sie sehr ranghoch und neue Pferde werden auch schnell einmal weggetreten oder weggebissen. Mit dieser Vorgeschichte bin ich zu Vivian gefahren.

Mein Ziel des Tages sollte es sein, dass ich mein Pony besser kennen und verstehen lerne. Dass sie mich auf Augenhöhe akzeptiert und mich mit ihr kommunizieren lässt. Als wir gegen 17 Uhr auf den etwas außerhalb gelegenen Hof mit großen Paddocks und spielenden kleinen Ponys darauf ankamen, wurden wir gleich sehr freundlich von Vivian empfangen. Sogar die beiden rot-gescheckten Kater kamen neugierig angelaufen und begrüßten uns zutraulich. Vivian war beim Abladen von Vicci dabei und beobachtete uns, wie wir zusammen agierten. Auch auf dem Fußweg zur offenen Reithalle, die mit Windfangnetzen behangen war, begleitete uns Vivian und erzählte uns über ihren Betrieb. Vicci selbst war sehr aufgeregt, da sie noch nie zuvor bei einem Außentraining war und die Umgebung für sie doch recht spannend und neu war. Ich zeigte ihr die Reithalle und machte sie mit den Geräuschen vertraut, die aufgrund des starken Windes draußen immer wieder entstanden.

Unser Training begann damit, dass ich Vicci zunächst erst einmal am Halfter führte und zeigte, wie ich z. B. Seitengänge mit Vicci erarbeiten würde. Dabei fiel Vivian auf, dass Vicci mir doch teilweise sehr dicht kommt bzw. keinen Abstand einhält. Sie sollte bei mir auf Schulterlinie laufen und diese nicht überschreiten.

Beim Stehenbleiben reagiert sie teils verzögert und ließ sich schnell ablenken. In diesem Moment fehlte ihr, so Vivians Erklärung, die positive Führung. Vicci fängt an auf sich selbst aufzupassen, was mit einer erhöhten Alarmbereitschaft gekoppelt ist. Wir arbeiteten danach verstärkt an der Aufmerksamkeit und der Distanz (Individualbereich) in kurzen Sequenzen, um ihre Konzentrationsspanne nicht zu überfordern, aber auch um ihr mehr Sicherheit zu geben. Ich habe danach Vicci mit einer Gerte geführt, damit ich diese als eine Art Zeigestock einsetzen kann oder auch als verlängerter Arm. So konnte ich durch meine veränderte Körperhaltung mithilfe der Gerte präzisere Hilfen für die Seitengänge geben, die Vicci daraufhin sehr schön umgesetzt hat. Am Ende dieser Übung konnte Vicci sogar auf meinen Blick hin ihre Hinterhand bewegen. Mit meiner Körperspannung , die ich nach jeder Aufforderung wieder runtergefahren habe (ähnlich wie bei einer Parade beim Reiten) habe ich meinem Pony signalisiert, dass ich sie damit belohne, sie aber weiterhin aufmerksam und motiviert bleiben soll.

Eine besonders effektive „Übung“ – wenn man das als Übung bezeichnen könnte – ist auf jeden Fall das Kopfsenken, da Vicci gefühlt immer wie eine Giraffe umher läuft. Das Kopfsenken hat den Vorteil, dass sich innerhalb von Sekunden beim Pferd eine Entspannung einstellt. Man konnte zusehen, wie Vicci anfing zu kauen und sie gleich viel zufriedener wirkte. Aufbauend auf diese Haltung haben wir dann noch zwei weitere Übungen in unsere Bodenarbeitseinheit mit aufgenommen. Einmal ging es darum Vicci von einer erhöhten Position aus, in dem Fall von einer Aufstieghilfe aus, zu zeigen, dass sie keine Angst haben muss und auch auf Bewegungen über ihren Rücken als Vorbereitung auf das spätere Anreiten habituiert wird – und dies im Idealfall bei gesenktem Kopf. Die zweite Übung bestand darin einen Schreckreiz (hier eine Plastiktüte) einzusetzen und Vicci sich währenddessen weiterhin in einer entspannten Haltung mit gesenktem Kopf befindet. Durch die gezielte Habituation an die Plastiktüte soll Vicci lernen auf die Körperhaltung des Menschen zu achten. Indem der Mensch der Plastiktüte keine Bewertung gibt, entspannt sich auch das Pferd.

Mein Fazit

Für den tiergerechten Umgang mit dem Lebewesen Pferd ist es notwendig, sich das Wissen über Wahrnehmung des Pferdes, sein Lern- und Kommunikationsverhalten anzueignen, um mit ihm auf Augenhöhe und pferdegerecht kommunizieren zu können. Selbstreflektion ist der Schlüssel. Bei der Bodenarbeit werden grundlegende Beziehungsregeln gesetzt, die für die weitere Arbeit insbesondere dem Reiten eminent wichtig sind. Nur ein Pferd, was psychisch losgelassen ist kann lernen und lässt sich auf die Signale des Menschen ein. Vivian hat mir sehr ausführlich und praxisnah erklärt, wie ich mit meinem Pony arbeiten muss, damit ich meine Ziele erreiche. Sie hat mir erklärt, warum Vicci in der Vergangenheit sich so verhalten hat und wie ich künftig darauf reagieren kann. Sie hat mir Tipps für die weite Arbeit mit ihr gegeben und auch Übungen erklärt, die ich ohne großen Aufwand zuhause ohne Reithalle machen kann. Sie war dabei stets motiviert und freundlich. Mein Pony hat sich auch sehr wohl gefühlt und ich hatte den Eindruck, dass sie hinterher ziemlich müde von der geistigen Arbeit war. Darüber hinaus hat mich Vivian eingeladen, mich doch einmal für einen spezifischen Kurs bei Ihr anzumelden z. B. Leadership im Round-Pen mit Videoanalyse.